Sehnenschaden durch EHV-5-Infektion

Der 12-jährige Wallach „Valentino“ (Name geändert) lahmt vorberichtlich seit drei Wochen aufgrund eines Schadens am Unterstützungsbands vorne links. Er wurde uns erneut mit deutlicher Schwellung an der benannnten Stellte vorgestellt. Wir stuften die Lahmheit als eine 4/5 ein.

Mehrere verschiedene Schäden an der distalen Gliedmaße sind möglich.

Symptome eines Sehnenschadens:

  • Wärme, Schwellung im betroffenen Bereich
  • Druckempfindlichkeit entlang der Sehne
  • Lahmheit (unterschiedliche Grade möglich)
  • je nach Pferd/Lokalisation, sehr unterschiedliche Symptome möglich

Ursachen eines Sehnenschadens:

  • verschiedenste Strukturen am Pferdebein können betroffen sein
  • Überlastung, Fehlbelastung, Stellungsfehler
  • äußere Traumata, Rutsch-/Trittverletzungen
  • ungleichmäßige Belastung, durch schlechte Bemuskelung, unpassender Beschlag, o.ä.
  • Alter

Weiterführende Untersuchungen: Endoskopie

Wir führten eine endoskopische Untersuchung der Atemwege durch und entnahmen hier eine Probe, um diese in unserem Labor auf eventuelle Erreger zu untersuchen.

  • geringe Sekretansammlung im Bereich des Kehldeckels
  • zähvisköses Sekret mittlerer Menge in der Luftröhre

Weiterführende Untersuchungen: Sonographie

  • wir stellten "Kometschweifartefakte" fest, die uns einen Hinweis auf zelluläre Infiltration liefern
  • kleine Flüssigkeits- bzw. Zellvermehrung im Lungengewebe

Weiterführende Untersuchungen: Labor

  • hochgradig erhöhte Entzündungsparameter
  • Nachweis von EHV-5
  • bakteriologisch/zytologisch nachgewiesene Bakterien in der Probe der Endoskopie -> eitrige Entzündung

Diagnose: Schaden am Unterstützungsband und der tiefen Beugesehne vorne links

Therapie:

Wir therapierten Valentino mit Boxenruhe, entzündungshemmenden Medikamenten und einer regelmäßigen Lastertherapie.

  • Förderung des Heilungsprozess auf zellulärer Ebene
  • wirkt tief ins Gewebe ein, ohne Haut zu verletzen
  • schmerzlindern, entzündungshemmend
  • schnellere Regeneration

Verlauf:

  • vorsichtige Prognose
  • regelmäßige Untersuchung mit unserem hochfrequenten Laser
  • Kontrolluntersuchung der entsprechenden Stellen mit Ultraschall

Fazit: